Erasmus+ Projekt: Our planet – our future erfolgreich beendet

Die Teilnahme an bzw. Organisation von Erasmus+ School-Exchange Projekten hat an der HLW schon lange Zeit Tradition. Gemeinsam mit Schülern bzw. deren Lehrern an aktuellen Themen zu arbeiten, ist nicht nur des Inhalts wegen nutzbringend, sondern auch wegen der völkerverbindenden Elemente und der Möglichkeit, eine Fremdsprache, meist Englisch, anzuwenden. Aus diesem Grund wurde 2020 gemeinsam mit einer Schule aus Anderlecht, Belgien und einer aus Viljandi, Estland ein Antrag bei der Österreichischen Nationalagentur mit dem Titel „Our planet – our future“ eingebracht, der genehmigt wurde. Projektstart war September 2020 und alle Schülerinnen der damaligen 1AHW sollten in den nächsten beiden Jahren mit 20 Schülern*innen aus Estland und 15 aus Belgien an dem Umweltprojekt arbeiten. Dann aber kam Covid 19…

Nicht genau wissend, wie es mit Covid 19 weitergehen wird, beschlossen die Projektleiter*innen, Andrea Hofer und Sylvia Joham, sowie Edith Conings (Belgien) und Ryan Sandberg (Estland), dennoch am Projekt festzuhalten. Dazu wurden die ursprünglichen Pläne adaptiert. So musste von einem der wichtigsten Bestandteile eines solchen Projekts, nämlich physische Treffen in Belgien bzw. Estland abzuhalten bzw. Vertreter dieser Länder in Wolfsberg willkommen zu heißen, Abstand genommen werden. Kurzgesagt im Projektjahr 2020/21 arbeiteten die Länder separat an den Projektinhalten, nur die jeweiligen Projektleiter*innen stimmten sich online immer wieder miteinander ab und es gab ein virtuelles Meeting zum Kennenlernen der Schüler*innen.

An der HLW Wolfsberg konzentrierte man sich auf die Verbesserung der Umweltsituation an der Schule – eine neue Beschriftung der Abfallkübel sollte die Mitschüler*innen zum Mülltrennen motivieren, eine Blumenwiese wurde angelegt, Möglichkeiten der Einschränkung des Energieverbrauchs wurden gesucht und gefunden und online Meetings mit den beiden Umweltschulen HBLA Pitzelstätten in Kärnten und der HLUW Yspertal in Niederösterreich fanden statt. Die Zusammenarbeit erfolgte auch mit Klassen der HTL Wolfsberg, der Reinigungsfirma Dussmann und die Schulwarte des Bundesschulzentrums standen ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite. In Estland rückte die Verringerung von Lebensmittelabfällen und die Organisation von biologischen und regionalen Lebensmitteln, die im Schülerheim bzw. im Kochunterricht verwendet wurden, in den Mittelpunkt. In Belgien hatte die Erarbeitung eines Aktionsplans für Schulen in punkto Nachhaltigkeit Priorität.

Im Projektjahr 2021/22 waren zunächst ebenfalls keine physischen Treffen möglich. Aus diesem Grund beschloss das Organisationsteam, die Themen waste, plastics in our environment and foodwaste gemeinsam mit der österreichischen Umweltorganisation Global 2000 aufzuarbeiten. Diesmal waren Vertreter*innen aller Länder online bei den Workshops mit dabei und konnten sich in der Fremdsprache austauschen. Mehr Gelegenheit dazu gab es dann doch noch – und zwar bei einem spontan festgesetzten Treffen in Österreich.

Ende April, als Covid 19 eine Verschnaufpause einlegte, konnten 21 Schüler*innen und vier Begleitlehrer*innen aus Estland sowie acht Schüler*innen und zwei Begleitlehrer*innen aus Belgien an der HLW Wolfsberg begrüßt werden. Nach einer Willkommensfeier, Kennenlernspielen, einer Schulführung und einem Workshop mit dem Lavanttaler Künstler Heimo Luxbacher, wo kleine Kunstwerke aus Müll angefertigt wurden, erfolgte in den darauffolgenden Tagen eine Reise nach Graz und Wien. Dabei standen ein Besuch im Center of Science Activities (CoSA in Graz sowie des Technischen Museums mit der Ausstellung „Foodmiles“, Spaziergänge mit den Austrian Guides for Future zum Thema Nachhaltigkeit, eine Besichtigung im Haus des Meeres und ein Musicalbesuch am Programm.

Als nachhaltige Ergebnisse des Umweltprojektes “Our planet – our future” befinden sich an der HLW Wolfsberg ein für alle Schüler*innen des Schulzentrums zugänglicher Kleidertauschkasten, das Müllkunstwerk und im Außenbereich Vogelhäuschen, die von Schülerinnen der 4. Jahrgänge zu Beginn des heurigen Schuljahres im Rahmen des MBKA Unterrichts gebaut wurden. Im Frühjahr soll im Pausenhof auch wieder eine Blumenwiese gesät werden.