Erasmus+: Einblick in das finnische Schulsystem

In den Osterferien konnten die Lehrerinnen Andrea Hofer, Herta Quendler-Moser und Christine Domaingo in einer Reisegruppe mit Kolleginnen und Kollegen aus ganz Kärnten die Vocational school Riveria in Joensuu besuchen. Organisiert wurde dieser Aufenthalt in der größten Stadt Nordkareliens vom Konsortiumprojekt der Bildungsdirektion Kärnten.

Nach einem langen Anreisetag am Sonntag standen von Montag bis Donnerstag Vorträge zur Schulorganisation am Programm, wo schnell klar wurde, dass das finnische Schulsystem doch sehr anders funktioniert. Das beginnt damit, dass Schüler und Schülerinnen nach der gemeinsamen Unterstufe generell nur zwischen der gymnasialen Oberstufe oder der Vocational school, die – einfach gesagt – eine Art Mischform aus BHS und Berufsschule ist, wählen können. Die Vocational school selbst basiert dann auf einer Art Kurssystem, das je nach Schülerbedürfnissen sehr individuell gestaltbar ist.

Auch zur Zukunft des finnischen Arbeitsmarktes, darüber, wie man im schulischen Bereich auf veränderte Bedingungen und Erfordernisse reagiert, und über Riverias E-learning Offensive gab es interessante Beiträge.

Das Highlight war aber sicherlich die Campustour am Donnerstag, die durch riesige Werkstätten, die Bäckerei, den Ausbildungsbereich für Gesundheits- und Pflegeberufe und viele andere Bereiche der Schule führte. Manch Kollegin geriet dabei vor allem auch über die gemütliche und farbenfrohe Einrichtung der Aufenthaltsräume für Schüler und Schülerinnen ins Schwärmen.

Neben dem professionellen Teil dieser Bildungsreise gab es natürlich Gelegenheit, sich mit finnischen Kolleginnen und Kollegen auszutauschen, die allesamt durch große Freundlichkeit und tolles Englisch aufgefallen sind. Zudem konnten die Teilnehmerinnen Joensuu selbst erkunden, den Koli – Nationalpark kennen lernen und ihren Mut beim typischen finnischen Eisschwimmen unter Beweis stellen.