Jobshadowing zweier Kolleginnen in Antwerpen

Die Professorinnen Mag. Andrea Hofer und Mag. Sylvia Joham nutzten die Semesterferien, um im Rahmen des Erasmus+ Projekts „Jobshadowing“ das „Onze-Lieve-Vrouwecollege“ in Antwerpen zu besuchen.

Ziel des Jobshadowings ist es, durch das Beobachten und Vergleichen des Unterrichtes in anderen EU-Staaten neue Anregungen zu bekommen und einen Einblick in das Schulsystem des besuchten Landes zu erhalten.

Das „Onze-Lieve-Vrouwecollege“ ist ein Jesuitengymnasium, das sich in einem über 100 Jahre alten Gebäude im Zentrum von Antwerpen befindet. Über 1000 Schüler (sechs Jahre Grundschule und sechs Jahre Gymnasium) aus rund 35 Nationen werden von ca. 85 LehrerInnen in unterschiedlichsten Schwerpunkten unterrichtet.

Die beiden Professorinnen erhielten bei ihrem Besuch viele Informationen zum belgischen Schulsystem, konnten aber auch bei zahlreichen Hospitationen unterschiedlichster Gegenstände den Unterricht sowohl in niederländischer, englischer und deutscher Sprache mitverfolgen. Aufgefallen ist dabei unter anderem, dass der naturwissenschaftliche Unterricht sehr detailliert erfolgt, die Möglichkeit besteht insgesamt vier Sprachen (Niederländisch, Französisch, Englisch und Deutsch) zu erlernen, die Schulregeln (Handyverbot auch in den Pausen, Tragen einer Schuluniform und pünktliches Erscheinen im Unterricht) sehr strikt kontrolliert werden und dass sich vor allem die jüngeren SchülerInnen während der Pausen eifrig in den Schulhöfen bewegen.

Besonders interessant war das teilweise Mitgestalten des Unterrichts in englischer und deutscher Sprache, bei dem die HLW Wolfsberg und das österreichische Schulsystem sowie das Land Österreich mit seinen Sehenswürdigkeiten und Besonderheiten vorgestellt wurde.

Trotz des dichten Hospitationsprogramms blieb Zeit, um Antwerpen mit seinen zahlreichen Sehenswürdigkeiten zu erkunden und einige Museen  sowie ein Konzert im Königin-Elisabeth-Saal zu besuchen.

Am Ende der Woche besichtigten die beiden Lehrerinnen noch eine Schule in Brüssel, das „Sint-Guido-Instituut“. Dort erfolgte eine erste Kontaktaufnahme zur geplanten Durchführung eines weiteren Erasmus+ School Exchange Projektes mit einem Umweltschwerpunkt. Abschließend gab es in Leuven ein freudiges Wiedersehen mit einigen belgischen und deutschen Kolleginnen aus dem ersten Erasmus+ Projekt „FITme“. Die informative Studienreise in den Semesterferien wurde mit einem abendlichen Sightseeing in Brüssel abgeschlossen.