Chronik bis 2000

Im 19. Jh. liegt die Gründung von Bildungsstätten für Mädchen in privater Hand. So sind es auch in Wolfsberg wohlhabende Bürger, die die Gründung der Stiftung Mädchenarbeitsschule im Jahre 1880 übernehmen. Am 9.Mai 1908 erklärt sich der Wolfsberger Apotheker Alois Huth anlässlich des 60. Regierungsjubiläums Kaiser Franz Josefs I. bereit, der Mädchenarbeitsschule ein eigenes Heim zu geben. Alois Huth, in den Jahren 1880 – 1889 auch Bürgermeister der Stadt Wolfsberg, legt Pläne für einen einstöckigen Bau mit größeren Lehrzimmern, Nebengebäuden und Wohnungen für zwei „Lehrfräulein“ und die Hausbesorgerin vor und verpflichtet sich, den Bau zu finanzieren, sofern die Gemeinde das Grundstück zur Verfügung stellt. Nach der Fertigstellung erfreut sich die Schule eines großen Zuspruchs. Im Jahre 1908 werden weitere Räume für die Berufsschule und den Kindergarten zugebaut. In den Jahren 1911 –1923 gibt es in der Schule auch eine Ausbildung für Fachkräfte im Bereich Schneiderei und Weißnähen. In dieser Zeit besuchen jährlich bereits 80 Mädchen die Schule.

Nach Kriegsende wird im Jahre 1946 im Einvernehmen mit der Stadtgemeinde Wolfsberg von Dorothea Eichkitz-Schutz eine „Städtische Nähschule“ ins Leben gerufen. Die hierfür benötigten Maschinen und Einrichtungsgegenstände konnten in der schwierigen Nachkriegszeit nur mittels Spenden der Wolfsberger Bevölkerung angeschafft werden. Im Jahre 1948 wird die Schule in eine Haushaltungsschule umgewandelt, die im folgenden Jahr durch ministerielle Anerkennung Öffentlichkeitsrecht erhält. Diese Schule wird im ersten Unterrichtsjahr bereits von 72 Schülerinnen besucht. Von 1956-1963 wird die Haushaltungsschule mit einem Aufbaulehrgang geführt, der 1958 das Öffentlichkeitsrecht erhält.

Im Schuljahr 1963/64 erhält die Schule durch das neue Schulgesetz eine höhere Zielsetzung. Eine einjährige Haushaltungsschule und eine zweijährige Hauswirtschaftsschule werden geführt. Die Schule erfährt großen Zuspruch und die Schülerzahlen steigen von Jahr zu Jahr an. Seitens der Gemeinde gibt es starke Unterstützung zur Erweiterung der Schule.

So erfolgt im Schuljahr 1975/76 die Gründung der dreijährigen Fachschule für wirtschaftliche Frauenberufe, welche nun auch in die Bundesverwaltung übernommen wird. Die zweijährige Hauswirtschaftsschule läuft aus und die einjährige Haushaltungsschule unterliegt weiterhin der städtischen Verwaltung.

In der Zwischenzeit ist der Bau des Bundesschulzentrums bereits im Gange. Hier sollen das Bundesoberstufenrealgymnasium, die Handelsakademie, die Höhere Technische Bundeslehranstalt sowie die Fachschule für wirtschaftliche Berufe untergebracht werden. Der Umzug in das neue Schulgebäude erfolgt im Oktober 1980.

Der Wunsch nach einer Höheren Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe, einer fünfjährigen Ausbildung mit Maturaabschluss wird immer lauter. Nach langwierigen Verhandlungen zwischen Bund, Land und Stadtgemeinde wird seitens des Ministeriums die Genehmigung zur Installierung einer Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Frauenberufe ab dem Schuljahr 1981/82 erteilt. Die dreijährige Fachschule und die Haushaltungsschule werden unverändert weitergeführt. In diesem ersten Schuljahr werden 72 Schülerinnen in diesem zweizügig geführten Schultyp unterrichtet. Im Jahr darauf war der Zuspruch noch größer. 81 Schülerinnen werden auf drei erste Jahrgänge aufgeteilt.

Am 31. Oktober 1983 tritt die langjährige Leiterin der Schule, Frau Studienrat Elfriede Harrys, in den Ruhestand, und am 1. November 1983 übernimmt Frau Mag. Margit Mallinger die Leitung der Schule. Mittlerweile werden 331 Schülerinnen von 31 Lehrern unterrichtet. Da die Räumlichkeiten der HBLA im Bundesschulzentrum nur für eine dreijährige Fachschule konzipiert wurden, ergeben sich sehr bald räumliche Probleme. Bereits seit dem Jahre 1984 werden Verhandlungen über Zu- und Umbauten des Bundesschulzentrums geführt.

Im Schuljahr 1985/86 findet an der HBLA Wolfsberg die erste Reifeprüfung unter dem Vorsitz von LSI Hofrat Mag. Günther Fürpaß statt, die von allen Kandidatinnen bestanden wird.

Im Schuljahr 1987/88 gibt es für unsere Schule wieder eine Neuerung. Sie bekommt einen neuen Namen. Ab diesem Zeitpunkt wird der geschlechtsspezifische Teil des Namens weggelassen, und die neue Bezeichnung lautet „Höhere Bundeslehranstalt für wirtschaftliche Berufe“. Dies geschieht, um auch Burschen psychologisch den Weg in die HBLA zu erleichtern.

Im Schuljahr 1990/91 beginnt der lange herbeigesehnte Zubau. Dabei entstehen 4 neue Klassenräume und eine zweite Lehrküche.

Im Mai 1991 findet die Feier zum 10-jährigen Bestehen der HBLA Wolfsberg statt. Im Zuge des Festaktes und einer großen Ausstellung wird die umfassende Ausbildung auf der Grundlage einer ausgewogenen Kombination von theoretischen, kaufmännischen und praktischen Unterrichtsgegenständen betont.

Ab dem Schuljahr 1993/94 tritt an der HBLA Wolfsberg ein neuer Lehrplan in Kraft, der erstmals Schulautonomie in Teilbereichen vorsieht. Dadurch wird ein zeitgemäßes Bildungsspektrum mit den Ausbildungsschwerpunkten „Dritte Lebende Fremdsprache“ und „Ernährungs- und Betriebswirtschaft“ sowie schulautonomen Seminaren angeboten.

Im Schuljahr 1996/97 wird nach einer Umfrage unter Schülern, Eltern und Lehrern an der HBLA Wolfsberg als erster berufsbildender Schule in Kärnten die 5-Tage Woche eingeführt. Diesem Weg haben sich in den folgenden Jahren immer mehr Schulen angeschlossen.

Die letzten Jahre sind an der HBLA geprägt durch Lehrplanveränderungen im Bereich der neuen Kommunikationsmedien. Das bedeutet Verbesserung in Bereich der EDV-Ausstattung, Internetzugang für alle SchülerInnen, die Planung eines schulinternen Kommunikationssystems und das Erstellen einer eigenen Website.

Daneben werden auch bei den Zusatzqualifikationen neue Schwerpunkte, wie die Juniorfirma , das Cambridge First Certificate oder der Computerführerschein , gesetzt.

Diese Umwandlung zu einer “Wirtschaftsschule“ zeigt sich auch im Schuljahr 1998/1999, in dem es zur Änderung der Schulbezeichnung in HLW Wolfsberg kommt. Im Jahr darauf wird auch ein neues Schullogo entworfen. Die Kurzbezeichnung soll für

  • qualitativ hoch stehende Ausbildung
  • praxisorientiertes Arbeiten mit Schülern im wirtschaftlichen Bereich
  • Fremdsprachenoffensive
  • moderne technische Ausstattung im Informatik- und Medienbereich
  • Zusammenarbeit mit der Wirtschaft
  • positives Arbeitsklima
  • Respekt und Toleranz

stehen. Das neue Logo stellt die Schule als aufstrebendes Unternehmen dar. Der blaue Hintergrund steht symbolisiert das Haus, das alle darin Tätigen beherbergt, und für eine Tafel als typisches Symbol einer Schule. Der aufstrebende Pfeil ist einer Wachstumskurve der HLW gleichzusetzen, einem Unternehmen, das sich kontinuierlich weiterentwickelt, um mit den sich ständig ändernden Anforderungen der Wirtschaft Schritt halten zu können.

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