Kulturfahrt der 4BHW nach Amsterdam

Bereits in aller Herrgottsfrüh am Montagmorgen (13. April) begann unsere Reise nach Amsterdam. Zu nachtschlafender Zeit trafen wir uns– manche mit Koffern, die einer mehrwöchigen Weltreise würdig wären – gegen 01:00 vor dem Stadionbad, um die Busfahrt zum Flughafen in Schwechat anzutreten.

Die Busreise nutzten die meisten für einen kurzen und unruhigen Schönheitsschlaf. Noch im Finstern trafen wir am Flughafen ein, wo uns zunächst gähnende Leere empfing. Erst nach und nach wurden die Check-in-Schalter geöffnet. Als unserer so weit war, erfuhren wir Landeier, dass wir selber bei den Automaten einchecken mussten, was wir aber dann auch ohne Schwierigkeiten schafften. Nach der Gepäcksaufgabe und den Sicherheitschecks zerstreute sich unsere Truppe – die Damen vermutlich zum Shoppen (oder zumindest zum Gustieren), die Herren zum Nachdenken.

Vollzählig trafen wir uns zum Boarding und konnten anschließend in der Morgendämmerung mit der KLM-Maschine abheben und einen problemfreien eineinhalbstündigen Flug nach Amsterdam erleben, wo wir bereits kurz nach 8:00 bei schönem, wenn auch noch kühlem Wetter landeten. Rasch fanden wir den Autobusstandplatz und fuhren zum Museumsplein, in dessen Nähe sich unser Van Gogh-Hotel befand. Da wir zu so früher Stunde unsere Zimmer noch nicht beziehen konnten, deponierten wir das Gepäck im Luggage-Room und machten uns auf den ersten unserer vielen Märsche ins Zentrum der Stadt.

Am Leidseplein unweit von unserem Hotel durften Schülerinnen und Lehrer ausschwärmen und zunächst selbst die Stadt ein wenig erkunden, was aber die Fußmaroden gleich zu einer längeren sitzend verbrachten Pause veranlasste. Bei sonnigem Wetter, aber noch recht frischen Temperaturen konnten wir uns einen ersten Eindruck dieser zu Fuß (oder per Rad, wie wir rasch merkten) leicht erforschbaren Stadt verschaffen. Am frühen Nachmittag trafen wir uns wieder alle am Leidseplein und bummelten bei immer angenehmeren Temperaturen die Prinsengracht entlang zum Anne-Frank-Haus. Hier konnten wir die schönen Häuser und die Hausboote bewundern, mussten uns allerdings, da wir sowohl als Gruppe als auch manche als Einzelne zu schafartigem Verhalten neigten, manchmal vor daher brausenden und laut klingelnden Radfahrern in Sicherheit bringen.

Vor dem Anne-Frank-Haus hatte sich eine frustrierend lange Warteschlange gebildet, die wir allerdings „überholen“ durften, da wir über ein vorreserviertes Gruppenticket verfügten. Von einer sehr freundlichen und kompetenten Dame wurden wir in die Geschichte der Familie Frank eingeführt, bevor wir uns auf den Weg durch das enge und mit vielen steilen Stiegen ausgestattete Haus machten, den wir außerdem mit vielen anderen Besuchern teilen mussten. Nach diesem bedrückenden Erlebnis spazierten wir mit doch schon sehr müden Beinen zurück zu unserem Hotel, wo die meisten nach einem langen Tag früh ins Bett gingen.

Am Dienstagmorgen waren wir alle topfit und konnten daher flott ins Stadtzentrum zum Dam marschieren. Dort empfing uns ein Stadtführer, der uns zwei Stunden lang auf sehr kurzweilige Art durch die Innenstadt führte und viele Details zur Geschichte Amsterdams und zum Leben in dieser Stadt preisgab. Vom Dam ging es gleich um die Ecke in das Rotlichtviertel, zur Oude Kerk und die Grachten entlang zum Chinesenviertel nahe dem Bahnhof, wo wir auch von der Weite einige Blicke auf ganz neue Teile Amsterdams werden konnten – das Filmmuseum Eye in Amsterdam Nord, die Openbare neue Bibliothek und das schiffsförmige Science Center NEMO. Zurück in die Altstadt spazierten wir über den Nieuwmarkt mit der alten Waage und danach durch schmale Gassen und an noch schmäleren windschiefen Häuserfassaden vorbei zum Spui-Platz, in dessen unmittelbarer Nähe sich der beschauliche und – was das Wohnen anbelangt – nur Damen vorbehaltener Begijnhof befindet. Hier fand unsere Stadtführung und auch der Vormittag ihren Abschluss. Zum Mittagessen zerstreuten wir uns wieder, um am frühen Nachmittag in der Nähe des Bahnhofs zusammenzufinden.

Auch am Dienstagnachmittag gab es eine Stadtführung, diesmal allerdings zu Wasser. Mit einem Ausflugsschiff fuhren wir auf die Nordseite des Bahnhofs in den Amsterdamer Hafen, am Museum NEMO und einem alten wiederhergerichteten, als Museum dienenden Segelschiff und dem Schifffahrtsmuseum vorbei schipperten wir wieder in die Grachten der Innenstadt. Unter zahlreichen Brücken hindurch näherten wir uns langsam der Amstel, dem namengebenden Fluss der Stadt, überquerten sie, glitten die vornehme Herrengracht und die Prinsengracht entlang, in einem großen Bogen das Stadtzentrum umkreisend, und näherten uns allmählich wieder unserem Ausgangspunkt am Bahnhof Centraal. Hier endete der offizielle Teil des Tagesprogramms, über den inoffiziellen wollen wir den Mantel des Schweigens breiten.

Der Mittwochvormittag war dem Rijksmuseum gewidmet. Dieses – den klassischen großen niederländischen Malern (Rembrandt und Co) des 17. Jahrhunderts gewidmet – konnte leider unsere Schülerinnen nicht zu Begeisterungsstürmen hinreißen, was eventuell auch am oben erwähnten inoffiziellen Teil des Spätnachmittags- und Abendprogramms des Vortages zu tun hatte. Müde und abgekämpft, obwohl das Museum aus Hotelsicht gleich um die Ecke lag, schleppten sie sich durch die Ausstellungsräume und ließen die Erklärungen unserer beiden Führerinnen über sich ergehen.

Nach einer mittäglichen Erholungspause trafen sich die Lehrer mit einem Teil der Schülerinnen wieder am Dam und spazierten von dort aus den breiten Damrak entlang zum Bahnhof, von dessen Nordseite aus kostenlose Fähren im 10 Minuten-Rhythmus quer über den Hafen nach Amsterdam Nord verkehrten. Dort ließen wir eine Zeitlang bei sehr schönem warmem Frühlingswetter unsere Seelen vor dem Filmmuseum Eye baumeln, bevor sich die müden Kriegerinnen zu einer kleinen Radpartie überreden ließen. Mit typischen Hollandrädern ohne Vorderbremsen radelten wir zunächst noch etwas vorsichtig, bald aber unter Führung von Carina immer flotter ins Blaue durch vorstädtische, z.T. schon fast ländliche Siedlungen, an Kanälen entlang und sogar an einer Windmühle vorbei und fanden – ob per Zufall, durch Glück oder geplant sei dahingestellt – ganz ohne Karte oder andere technische Hilfsmittel wieder an den Ausgangspunkt unserer Tour zurück, wo wir den gemütlichen Nachmittag ebenso ausklingen ließen. Die Nacht auf Donnerstag dürften die meisten etwas früher ins Bett gefunden haben als die Nacht davor.

Am Donnerstagmorgen spazierten wir bei wieder kühleren Temperaturen ins Zentrum zum Damrak. Einige ganz Mutige hatten sich Fahrräder ausgeborgt und bewältigten diese Strecke im Nahkampf gegen die holländischen Profiinnenstadtradler. Gott sei Dank haben sie diesen auch unbeschadet überstanden. Am Damrak schauten wir uns die Ausstellung Bodyworlds an, die einige ganz besonders fasziniert hat. Danach – es war schon wieder Mittag – durften die Schülerinnen wieder ausschwärmen, während die Lehrer Streckenrekorde im Innenstadtwandern aufstellten und hochinteressante Fallstudien über das Verkehrsverhalten der Amsterdamer Bevölkerung durchführten. Am späten Nachmittag trafen wir uns im Hotel und spazierten von dort zur Brauerei Heineken. Dort erlebten wir eine sehr schüleradäquate Führung mit viel Action, viel zum Schauen, ein bisschen was zum Kosten und am Schluss ein wenig zum Trinken.

Den Freitagvormittag verbrachten wir bei einem sehr ausgiebigen langen Frühstück im Hotel. Da wir um 11:00 auschecken mussten, blieben wir so lange im Hotel, deponierten wir unser Gepäck wieder im Luggage-Room und schwärmten anschließend wieder aus ­ die Mädchen vermutlich zum Shoppen, die Lehrer zu einem letzten – mit der einen oder anderen Pause unterbrochenen – langen Bummel durch diese sowohl für Fußgänger als auch für Radfahrer sehr schöne Stadt.

Am späten Nachmittag trafen wir uns ein letztes Mal im Hotel und fuhren nach kurzem Fußweg zur Busstation um die Ecke mit dem Bus zum Flughafen Schiphol, wo das Automaten-Einchecken (auch des Gepäcks) für uns Reiseerfahrene kein Problem mehr war.
Wie eigentlich immer während dieser Reise fanden wir alle pünktlich zum Abflug am passenden Gate zusammen und kehrten wieder mit einer KLM-Maschine nach Wien zurück. Dort empfingen uns am späten Freitagabend leichter Regen und kühle Temperaturen. Die drei Stunden Busfahrt nach Wolfsberg waren vielleicht nicht die allergemütlichsten, trotzdem wurden auch sie ohne großes Murren überstanden. Gegen halb Drei trafen wir in Wolfsberg ein und zerstreuten uns in wenigen Minuten in alle Himmelsrichtungen. Eine Gott sei Dank problem- und stressfreie Reise in eine sehr schöne Stadt fand ihr Ende.

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