Lehrerausflug

Am Freitag, den 26. Juni endete der Unterrichtsbetrieb für die SchülerInnen erfreulicherweise bereits nach der 4. Stunde, weil sich 28 LehrerInnen auf den Weg zu einem vorerst unbekannten Ziel machten. Kollege Strauß, der Cheforganisator der meisten Lehrerausflüge, hatte diesmal ein „Blind Target“ für den Lehrerausflug ausgegeben, alle möglichen falschen Fährten gelegt und mit Hilfe einer „Kollaborateurin“ aus dem Lehrerkörper die Planung durchgeführt. Bis etwa eine Stunde nach der Abreise wusste außer den beiden Planern und dem Buschauffeur niemand, wohin es gehen sollte. Auf Grund einer bewusst falsch gelegten Spur glaubten viele, es ginge in Richtung Salzburg / Bayern, aber als wir in Klagenfurt nach Aufnahme der Klagenfurter und Ferlacher KollegInnen an der Autobahnauffahrt vorbeifuhren und wenig später auch den Südring rechts liegen ließen, wussten wir, dass wir übertölpelt worden waren.

Nach Überwinden des Gekurves über den Loibl versorgte uns Kollege Strauß mit einer vorzüglichen dreigängigen Busmahlzeit, die vom bekannten Cateringduo Di (eter) & Co (rnelia Strauß) in Heimarbeit vorbereitet worden war und allseits hervorragend gemundet hat. Über Ljubljana fuhren wir mit einem kurzen Zwischenstopp – nun war uns das Reiseziel bereits bekannt – nach Triest, wo wir am frühen Nachmittag von oben herab – bei herrlichem Sommerwetter den Blick auf Stadt und Meer genießend – in die Stadt einfuhren.

Unweit des Hafens verließen wir den Bus und folgten zügig unserem Reiseleiter, der uns schnurstracks in das noch im Planungsstadium befindliche Museum des Bora-Windes in der Via Belpoggio führte. Da das Museum noch nicht existiert, schaut der Aufbewahrungsort für die potenziellen Exponate aus wie eine Rumpelkammer. Ausgangspunkt für die Museumsidee ist der Borawind, der Triest vom Karst aus in Richtung Meer mitunter so heftig beweht, dass ganze LKW-Züge umgeblasen werden. Der Museumsplaner Signor Lombardi stellte uns zahlreiche Sammlerstücke (siehe Fotos) mit so viel Eifer und Witz vor, dass die auf wenigen Quadratmetern verbrachten eineinhalb Stunden sehr kurzweilig waren. Kollege Strauß revanchierte sich für die Ausführungen mit drei aus der Heimat mitgebrachten „eingerexten“ Winden.

Während einige nach dem Museumsbesuch sofort festen Sitz für ihre Allerwärtesten und Flüssigkeit für ihre ausgetrockneten Kehlen suchten, schlenderten andere ein wenig durch die sich in bestem Sommerwetter präsentierende lebhafte Hafenstadt. Am späten Nachmittag wurden wir wieder von unserem Bus „aufgeklaubt“ und fuhren in einer großen Schleife an Höhe gewinnend hinauf in den Karst oberhalb von Triest und über Nebenstraßen nach Gradisca in der Nähe von Gorizia, wo wir im Hotel Al Ponte Quartier bezogen und nebenan im gleichnamigen Restaurant ein üppiges Abendmahl zu uns nahmen, das aus so vielen Gängen bestand, dass allmählich beim Zählen der Überblick verloren ging. Die Pausen zwischen den Gängen wurden für das eine oder andere Gläschen Mineral genutzt, so dass die Abendgesellschaft bis in den späten Abend gut gelaunt und zahlreich blieb. Erst nach Mitternacht begann sie zu schrumpfen. Als sich aber ganz gegen seine Gewohnheiten unser Reiseleiter „russisch“ verabschiedete, wagten es sogar die JungkollegInnen, den geordneten Rückzug in die Schlafgemächer anzutreten.

Der Samstagmorgen begann bei einem potenziell üppigen Frühstück, das aber nicht alle voll ausschöpften. Danach fuhren wir nach Görz, wo uns eine Stadtführerin zunächst im Bus durch die Stadt begleitete und einiges über das lange Zeit geteilte und nun seit 2004 allmählich wieder zusammenwachsende Görz (italienisch Gorizia und slowenisch Nova Gorica ) erzählte. Es gibt zwar noch eine Grenze, aber sie wird weitgehend ignoriert. Mit dem Bus fuhren wir zur die Stadt überragenden Burg und schlenderten von dort – begleitet von historischen Erklärungen – in die Stadt zur Piazza San Antonio hinunter.

Nach kurzer Flüssigkeitsaufnahme nahm uns die Contessa Lantieri, Erbin eines Görzer Adelsgeschlechts, unweit der Piazza in ihrem Palazzo in Empfang und führte uns durch den Palast, seinen nach persischem Vorbild angelegten Garten und in die hauseigene Kapelle. Die sehr freundliche Hausherrin erzählte uns in sehr gutem Deutsch einiges über ihre Familie, zeigte uns alte Fresken in einem Nebengebäude, neuere Wandmalereien im Hauptgebäude und führte uns durch einige Räume des Palastes, in denen sich Altes (Möbel, Bilder) mit Neuem (Spiegeldecke, Fernseher) mischen.

Nach so viel Nahrung für den Kopf wollte der Restkörper auch wieder auf seine Rechnung kommen. Am Collio vorbei schlängerten wir uns auf Nebenstraßen in Richtung Cividale, um Mitte Nachmittag in einem Agriturismo (Buschenschenke) in Nimis in der Nähe von Tarcento zu landen, den Kollege Strauß bereits im Vorfeld ausgekundschaftet hatte. Dort wurde wieder reichlich und gut für das leibliche Wohl gesorgt, so dass selbst diejenigen, die bereits dem Rendezvous mit ihrer Waage entgegenzitterten, nicht sonderlich enthaltsam blieben.

Wohlgenährt und abgekämpft traten wir am späten Nachmittag die Heimreise an und stellten nach der üppigen Nahrungszufuhr angesichts des bevorstehenden Klagenfurter Ironman fest, dass Finisher bei einem Lehrerausflug zu sein fast ebenso anstrengend sein muss wie bei der vorgenannten Veranstaltung – mit dem Unterschied, dass der Körper bei der einen Veranstaltung vermutlich deutlich an Gewicht verliert, bei der anderen ebenso deutlich an Gewicht gewinnt..

Gegen 19:00 verließen wir Klagenfurter den Bus, um uns noch zu einer kurzen Evaluation dieser Schulveranstaltung zusammenzusetzen, während die Wolfsberger in ihr Tal zurückfuhren.

Dank wieder einmal an Dieter Strauß für die vorbildliche Organisation und an Sibylle für die Mitorganisation.

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